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IFS (Internal Family System), Inneres Team

Die IFS-Methode hat systemisches Denken und Vorgehen auf die intrapsychische Welt ausgedehnt. Ein Individuum wird dabei als ein System aus verschiedenen inneren Persönlichkeitsteilen betrachtet, basierend auf dem Modell der Multiplizität der Psyche.  Wir uns orientieren uns hier im wesentlichen an den Arbeiten von Prof. Richard Schwartz, Virginia Satir und Friedemann Schulz von Thun.

Gefühle und Ansichten der Klienten werden in diesem Modell als Eigenschaften unterschiedlicher Persönlichkeitsteile betrachtet (Beispiel: der eine Teil in einem Menschen ist vielleicht ein ängstlicher Teil, der andere Teil ein leistungsorientierter Teil, der nächste ein harmoniebedürftiger Teil). Mit der IFS-Arbeit können die einzelnen Teile einer Persönlichkeit tiefer verstanden werden, die Selbstwahrnehmung des Klienten wird erhöht. Im Rahmen der Arbeit werden die einzelnen Anteile einer Persönlichkeit gezielt erfahrbar/erspürbar gemacht. Mit mehr Wissen um die inneren Zusammenhänge wird die Beziehung der KlientInnen zu sich selbst und zu anderen Personen verbessert. Menschen, die ihr Innenleben kennen, können sich selbst realistisch einschätzen. Das Modell eignet sich hervorragend zur professionellen Selbstreflexion und eröffnet neue Sichtweisen.

Ziel ist es, aus verschiedenen Persönlichkeitsanteilen ein harmonisches "inneres Team" zu entwickeln bzw. das Zusammenwirken der unterschiedlichen inneren Teile optimaler zu organisieren. Dies ermöglicht den KlientInnen die verschiedenen Ressourcen, die in ihnen sind, optimal zu nutzen - z.B. zu einer für sie stimmigen und fundierten Entscheidungsfindung oder zur Problemlösung.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der IFS-Arbeit beschäftigt sich damit, dass Menschen oft in schwierigen oder fordernden Situationen von einem Gefühl, einem Persönlichkeitsteil überschwemmt werden und so die Führung über sich selbst verlieren - was mit negativen Folgen verbunden sein kann (z.B. Rede-/Prüfungsangstangst die zu Blockaden führt oder Agressionen, die zwischenmenschliche Beziehungen belasten). Durch die IFS-Arbeit erwerben die KlientInnen die Fähigkeit, sich mit einzelnen Persönlichkeitsteilen nicht mehr vollständig zu identifizieren und sich nicht mehr von ihnen steuern zu lassen. Statt dessen erweitern sie ihre Kompetenz zur Selbstführung und Selbstregulierung, d.h. sie erhalten wieder einen Handlungsspielraum, den sie bewußt gestalten können.

Manche Menschen haben das Vertrauen in sich selbst verloren. Die IFS-Arbeit hilft diesen Klienten, das Vertrauen in ihr Selbst wieder zu stärken.

Durch den IFS-Prozess wird innere Harmonie und Balance hergestellt, was ein stärkeres Gefühl von innerem Friede, Einheit und Wohlbefinden erzeugt sowie positive Veränderungen im Ungang mit Anderen. IFS ist eine wirksame Methode zur Entwicklung des jeweiligen menschlichen Potenzials.

Mehr Informationen:

  • www.selfleadership.org/ifsmodel.shtm
  • Richard Schwartz: „Sytemische Therapie mit der inneren Familie“, Pfeiffer bei Klett-Cotta, 3. Auflage 2002
  • Friedemann Schulz von Thun, Miteinander Reden, Band 3, „Das innere Team und situationsgerechte Kommunikation“, Rowolt Verlag
  • Wittemann, Artho Stefan: "Die Intelligenz der Psyche", Kösel Verlag München
  • Dietz, Thomas: "Persönlichkeitsorientiertes Coaching: Zugang zur Innenwelt", Artikel in managerSeminare 09/2002
  • Dietz, Ingeborg und Dietz, Thomas: "Die Kunst der Selbstführung: Voraussetzung guter Führung", Artikel in Personalführung 08/2002
 
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