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Achtsamkeit als Schlüssel zur Stressbewältigung und für Veränderung sowie als Voraussetzung für Emotionale Kompetenz

 "Du kannst nicht tun, was Du willst, solange Du nicht weißt, was Du tust"
(Moshè Feldenkrais)

"Der Schlüssel der Achtsamkeit liegt in der Qualität der Aufmerksamkeit, die wir jedem Moment entgegenbringen." (Jon Kabat-Zinn)

In der Haltung der Achtsamkeit lenkt man bewusst die ganze Aufmerksamkeit in einer akzeptierenden Grundhaltung nach Innen auf das, was unmittelbar im gegenwärtigen Moment innerlich gerade geschieht. Achtsamkeit bedeutet

  • ein neugieriges, urteilsfreies, akzeptierendes und differenzierendes Wahrnehmen von Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen (unabhängig davon, ob diese unangenehm oder angenehm sind)
  • ganz im gegenwärtigen Augenblick
  • mit der Absicht, sie genau wahrzunehmen, ohne einzugreifen, sie gleich verändern oder unterdrücken zu wollen
  • und ohne sich in Grübleien zu verlieren bzw. zu intellektualisieren

Die Akzeptanz gilt dem Wahrgenommenen - wie damit dann verfahren wird, ist erst der nächste Schritt! Ein nicht gleich bewertender oder unterdrückender Blick ist die Voraussetzung dafür, zu erkennen was wirklich ist. Umso klarer wir den Moment erkennen, desto fähiger werden wir der Situation, die sich präsentiert angemessen zu begegnen.

Aufgrund verschiedener positiven Forschungsergebnisse zum Nutzen von Achtsamkeit, wird das Thema zunehmend populärer. Achtsamkeit gilt in vielen psychotherapeutischen Strömungen als wichtige Ressource. Die Wege Achtsamkeit zu praktizieren sind vielfältig. Ein gewisses Ausprobieren oder eine individuelle Beratung durch einen erfahrenen Lehrer, der mehrere Ansätze kennt, wird vermutlich nötig sein, um den individuell passenden Ansatz zu finden.

Wir integrieren in unsere Arbeit im Coaching und Training folgende Ansätze der Achtsamkeit:

  • die Innere Achtsamkeit aus dem HAKOMI - hier wurde die Haltung und Methodik der Achtsamkeit als erstes psychotherapeutisches Verfahren schon seit über 30 Jahren tief in den therapeutischen Prozess integriert (>>mehr)
  • MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) wurde 1979 von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn und seinen MitarbeiterInnen an der Universitätsklinik von Massachusetts entwickelt und an der in diesem Zusammenhang gegründeten "Stress Reduction Clinic" angewendet und evaluiert. Dieser Ansatz wird v.a. zur Vorbeugung von stressbedingten Erkrankungen und zur Unterstützung bei der Entwicklung  gesundheitsförderlicher Lebensführung eingesetzt. (>>mehr)

Um die volle Wirksamkeit zu entfalten erfordert Achtsamkeit regelmäßiges Üben:

In unserem Seminaren oder im Coaching zeigen wir Ihnen verschiedene Wege, Achtsamkeitsübungen in den Alltag zu integrieren. Ziel sollte sein, dass Achtsamkeit zu einer Form des Seins wird (weniger eine Technik), des Umschaltens von gewohnheitsmäßigen gedankenlosen mechanischen Handlungen zu wacher bewußter Präsenz.

Achtsamkeit stärkt Emotionale Intelligenz:

Es gibt 4 Kompetenzfelder der Emotionalen Intelligenz: Selbstwahrnehmung, Soziale Wahrnehmung, Selbstführung, Beziehungsmanagement.

Achtsame Selbstwahrnehmung ist wesentliche Voraussetzung für die anderen emotionalen Kompetenzfelder. Eine Studie der Hay Group bzw von Burckle and Boyatzis (1999) ergab, dass

  • mit „Selbstwahrnehmung“ eine Person eine 50/50 Chance hat, seine Kompetenzen im Bereich „Selbstmanagement“ zu entwickeln
  • Ohne „Selbstwahrnehmung“ besteht nur eine geringe Chance, die Kompetenzen im Bereich „Selbstmanagement" zu stärken
  • Mit „Selbstwahrnehmung“ hat eine Person eine 38% Chance seine Kompetenzen im Bereich „soziales Bewusstsein“ zu entwickeln
  • Ohne „Selbstwahrnehmung“ besteht nur eine geringe Chance, die Kompetenzen im Bereich „ soziales Bewusstsein" zu stärken

Achtsamkeit als Schlüssel für Veränderungen

  • Wer seine Wirkung, seine Denk- und Verhaltensmuster verfeinern und authentisch weiterentwickeln will, muss sich selbst gut kennen
  • Mit Achtsamkeit lassen sich Gefühle, Gedanken und Impulse genauer wahrnehmen und erforschen als im Alltagsbewusstsein. Eine achtsame Haltung ermöglicht ein tiefes Verständnis unserer Bedürfnisse und Motive. Vieles, was unser Handeln unbewusst steuert, kann so transparent werden und wir können klare Einblicke in unsere Reaktionsmuster gewinnen.
  • Wichtige Zusammenhänge lassen sich leichter klären und verstehen: Gefühle und Reaktionen auf äußere u. innere Reize
  • Der daraus folgende Prozess der Klärung erleichtert die Entwicklung neuer Perspektiven in schwierigen Situationen sowie den Umgang mit belastenden Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen
  • Ein achtsames Bewußtsein eröffnet Wahlmöglichkeiten für alternatives Denken oder Verhalten und ermöglicht, nicht hilfreiche bislang automatisch abgelaufene Muster zu verändern

Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Anerkannt und zur Stress-Reduktion im Alltag nachweislich gut geeignet ist das Konzept „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ (engl.: mindfulness based stress reduction, kurz: MBSR) nach Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn. Dieser Ansatz wird weltweit gelehrt und stellt eine einfache und zugleich hochwirksame Methode dar, Menschen stressresistenter zu machen.

MBSR befähigt Menschen, aus unwillkürlich ablaufenden Stressreaktionsmustern auszusteigen. Die Übungen ermöglichen das Erkennen der Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und den daraus resultierenden Konsequenzen auf körperlicher und geistiger Ebene (Stress, gesundheitliche Störungen etc.). Diese Einsicht kann zu einem veränderten Zugang zum Leben/Alltag führen, der die Fähigkeit zur Anpassung an ein belastendes Umfeld maßgeblich erhöht.

Dieser Ansatz fördert das Erkennen und die Akzeptanz eigener Grenzen, die Fähigkeiten zum Abgrenzung /Abschalten sowie die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse - und ist somit hoch wirksam zur Burn-out Prophylaxe. 

Seit 1993 wird MBSR in Deutschland auch in vielen Kliniken erfolgreich bei gestressten, chronisch Kranken oder Schmerzpatienten eingesetzt (Nutzen durch Meta-Analyse v. 64 Studien nachgewiesen). 

 
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